Das Theaterprojekt von A bis Z

Rezensionen

 

Szenische Hörspiel-Lesung aufgepeppt!

(15.02.2026)
Wir als Bühnenhörspieler sind bereits seit Jahren mit szenischen Hörspiel-Lesungen auf der Bühne. Des Weiteren coachen wir Autoren und alle, die ihrem Auftritt oder Vortrag einen professionellen Rahmen geben möchten. Wir selbst waren auf der Suche nach neuen Impulsen und wollten unsere Darstellung gemeinsam mit einem Experten durchleuchten und uns gegebenenfalls einen frischen Anstrich verleihen. 
Diesen Experten haben wir in Engelbert Kobelun von Eventcomedy gefunden. Wir konnten unsere Arbeit durch seine Denkanstöße bereichern und auffrischen. Engelbert hat herausragende Arbeit geleistet. Er hat sich intensiv auf unsere gemeinsame Bühnenhörspiel-Arbeit vorbereitet und auf uns individuell zugeschnittene Lerneinheiten angeboten, welche wir direkt beim nächsten Auftritt erfolgreich umgesetzt haben. 
Vorbereitend auf das Coaching, haben wir uns intensiv mit Engelbert's Buch "Das Theaterprojekt von A bis Z" auseinandergesetzt und uns auf seine Herangehensweise eingestimmt. Das Buch bietet sowohl kompaktes und praxisorientiertes Wissen als auch eine Handlungsanleitung für alle, die ein Bühnenprojekt planen. Heute ist das Buch unser ständiger Begleiter in der Vorbereitung unserer Bühnenprogramme. Danke, lieber Engelbert
 
 
Herzliche Grüße und bis bald, 
Andrea & Wolfgang Rosen

Geballtes Wissen in einem Werk

Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste /  Jugendkunstschulen NRW e.V. (LKD) 

Schon seit über 2000 Jahren ist das Theater ein sozialer Raum mit eigenen Regeln und Gesetzen. Das wichtigste Gebot dabei lautet: Es gibt kein einheitliches Rezept, wie man ein Theaterstück macht, da sich die Herangehensweise an das Thema und die Form der Darstellung, je nach dem beteiligten Team und der
künstlerischen Zielsetzung, unterscheidet. Mit anderen Worten: Ein Vorhang kann auf tausend verschiedene Arten geöffnet werden.

Ein Leitfaden zum Theaterspielen sollte die Grundlagen des Spiels, die Trainingsmethoden und die mentalen und körperlichen Herangehensweisen an ein Theaterprojekt abdecken und gleichzeitig den Blick für die unendliche Weite des kreativen Feldes eröffnen. Genau diese Gratwanderung gelingt den beiden
Autoren Burkhard Schmidt und Engelbert Kobelun mit ihrem Buch »Das Theaterprojekt von A bis Z. Von der ersten Idee bis zur Aufführung. Eine Anleitung zum Theaterspiel«, erschienen 2025 beim Hollitzer Wissensverlag. Die beiden Vollblutkünstler haben in ihrer gemeinsamen Laufbahn dutzende Theaterprojekte realisiert und präsentieren auf 224 Seiten ihr geballtes Wissen in einem Werk, das sich an alle Menschen richtet, die ihr eigenes Theaterprojekt umsetzen möchten. Einer der Gründe für die Universalität des Lehrbuchs liegt in der »praxisnahen Anleitung, die niedrige Hürden setzt und Raum für Kreativität lässt«. Die Autoren, die sowohl als Experten als auch als Motivatoren agieren, verbinden tiefes Fachwissen und die Fähigkeit, die Freude am Theaterspiel bei anderen zu wecken. Der Leitfaden für Theorie und Praxis führt vom Prozess der Ideenfindung über ein erprobtes Konzept mit praktischem Werkzeugkasten hin zu einem fertigen Theaterstück in Drama- und Prosaform.

Bei der Reise durch die Höhen und Tiefen der Theaterlandschaft bleiben die Autoren dicht an der Seite des Reisenden. Der Weg durch alle Stationen bei der Umsetzung eines Theaterstücks beginnt mit der Ausrichtung des Funktionsraums, der praktischen Arbeit mit den Schauspielenden, führt zur Regieführung und gipfelt in dem Sonderservice, bei konkreten Fragen zur eigenen Inszenierung Live-Kontakt mit den Autoren aufzunehmen. Wer das Buch zur Hand nimmt, erhält einen Baukasten, der neben vielen Tipps und Tricks das Wichtigste zuerst vermittelt, nämlich die Freude an der Sache selbst. Frei nach dem Sprichwort: »Wer den Brunnen hat, braucht nicht zum Bächlein«, ist das Buch eine Quelle an Ideen, um den Wissensdurst bei einem Theaterprojekt von A bis Z zu stillen.

Allein eine Sache bleibt im Dunklen. Strategien, wie Kreative ihre Theaterprojekte durch traditionelle Methoden und innovative Konzepte finanzieren können, werden ausgespart. Hier wäre ein Schlaglicht auf das weite Feld der Finanzierungsmöglichkeiten lohnend, um allen Interessent:innen, die ein eigenes Theaterprojekt umsetzen möchten, noch eine erweiterte Perspektive auf das eigene Projekt Theater zu eröffnen.

De facto haben die beiden Autoren mit dem Buch einen spannenden Rundumschlag geschaffen. Lesenswert!

Max Bilitza

Regisseur, Choreograf und Performer
sowie Bildungsreferent der Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/ Jugendkunstschulen NRW (LKD) e. V., Unna

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